Virtuelle Enführungen

Eine neue Art von Kriminalität hat in Brasilien mehr Verbreitung gefunden.

Die neue Version funktioniert folgendermassen: Kriminelle stehlen oder finden ein Mobiltelefon. Das Telefon wird nach Einträgen im Adressbuch wie “Mein Vater” oder “Meine Mutter” durchsucht.

Die Kriminellen rufen dann dort an und erklären nervös, dass die Tochter entführt wurde und man augenblicklich Geld zu zahlen habe.

Die professioneller Variante besteht darin, dass die Gangster vorgänging noch die Situation Zuhause ausspionieren gehen und ein paar Namen aus dem Familienkreis ausfindig machen. Diese benutzen sie dann beim Enführungs-Anruf.

Die angerufenen Opfer stehen extrem unter Stress. Meist gilt es schnell, ohne lange überlegen zu können zu bezahlen. Die Zeit zu überprüfen ob die Tochter wirklich entführt wurde fehlt. Und so zahlen die Opfer dann auch meist.

Im letzten Jahr, 2006, soll es 10′000 solcher virtuellen Entführungen gegeben haben. Das sind nur die Fälle wo Anzeige erstattet wurde. Dazu kommt eine sicher hohe Dunkelziffer.

Quelle und mehr Informationen bei der BBC.